Liebe PranaHaus-Kunden,
Räuchern ist nicht nur eine banale Dufttherapie, die angenehme ästhetische Gefühle auslösen kann. Räuchern ist wesentlicher Bestandteil schamanischer Kunst. Der vom Rauch getragene Duft spezieller Räucherstoffe zielt direkt in die entwicklungsgeschichtlich ältesten Areale unseres Hirns, ins limbische System samt Hypothalamus. Der Duft streift lediglich den Neokortex (»Denkhirn«), der mit Sprache, Symbolen, Denken und Egobewusstsein zu tun hat. Dafür dringt er bis zu tiefliegenden unbewussten Schichten unserer Psyche vor, verbindet mit unseren Instinkten und aktiviert sie. Das richtig durchgeführte Räuchern kann die Seele dem spirituellen kosmischen Urgrund gegenüber öffnen, Raum und Zeit schwinden lassen, Hellsichtigkeit auslösen, Visionen erzeugen.
Jeder Räucherstoff hat seine eigene charakteristische Wirkung: Wenn ich mich mit meinen Freunden, den Cheyenne Indianern in den Rocky Mountains, verbinden will, dann räuchere ich mit Steppenbeifuss (Prarie sage; Artemisia ludoviciana); will ich eine Astralreise an das Ufer des Ganges machen, räuchere ich mit indischen Räucherstäbchen; will ich in die hehre Spiritualität des Christentums eintauchen, dann ist Weihrauch das Vehikel; will ich mich auf das morphogenetische Feld meiner heidnischen europäischen Ahnen einstimmen, dann räuchere ich mit Beifuß, Wacholderzweigen und Mariengras (Hierochloe odorata).
Wer mehr über dieses Thema erfahren will, sollte die schönen Karten von Ulrich Berk zu Hand nehmen. Sie geben Auskunft über die wichtigsten Räucherstoffe. Herkunft, Aussehen, Verwendung, seelische Wirkung und Möglichkeiten des Mischens mit anderen Räucherstoffen werden da auf einen Blick anschaulich gemacht.
Ihr
Wolf-Dieter Storl